Gefahren durch Mobilfunk & Co ?

Wir sagen: JA und nicht nur Gefahren, sondern auch viele Gesundheitsschäden an Mensch und Tier und ebenso finanzielle Schäden an Immobilien sind bereits nachgewiesen und dokumentiert.

Aber sprachlich und gedanklich sauber ausgedrückt ist es der hochfrequente Elektrosmog, der als Abfallprodukt beim Betrieb der heutigen technischen Geräte zur Drahtlosen Kommunikation leider entsteht.

Nachfolgend können Sie sich etwas grundsätzlicher mit dem Thema auseinandersetzen. Konkretes zu den drei hauptsächlichen Gefahrenbereichen ersehen Sie zusätzlich aus der rechten Navigationsleiste.
Gefahrenbetrachtung: + Risikobetrachtung:
Damit Sie besser argumentieren können, haben wir die drei relevanten Begriffe, um die es hier geht, noch einmal gegenüber gestellt:

Gefahren sind prinzipiell mögliche Schäden an der lebendigen Natur und an Sachgütern. Mehr als 1000 Umweltmediziner in Deutschland haben diese Gefahren für die Menschen beschrieben und im Freiburger Appell veröffentlicht.

Risiken mit ihren Attributen (z.B. sehr gering, normales Lebensrisiko, zu hoch) sind die Klassifizierung einer Gefahr hinsichtlich der Häufigkeit, der Ausdehnung und Schwere.

Schäden werden verursacht durch ein eingetretenes Ereignis. Es ist dabei egal, ob dieses Ereignis vorher als gefährlich eingestuft wurde. Das Ausmaß des Schadens ist nur begreifbar, wenn er konkret benannt wird in Art, Ausmaß und / oder Kosten. War dieses Ereignis vorhersehbar, so kann man im Vorfeld mittels einer Risikobetrachtung abwägen, ob man die Eintrittswahrscheinlichkeit des Ereignisses und seine Kosten oder den erwarteten Vorteil / Gewinn als größer erachtet. Je nach Entscheidung sollte man frühzeitig handeln!

Sowohl Gefahren wie auch Schäden sind durch "Mobilfunk & Co" real vorhanden in großer Vielfalt, nur über die Häufigkeit des Auftretens sind auch die Kritiker nicht sicher!

Der Grund: Menschliche Organismen sind in ihrer Reaktion auf schädliche Wirkungen sehr unterschiedlich. Jeder Körper reagiert auf Giftstoffe in Symptomen, Reaktionsge-schwindigkeit und Stärke anders. (Beispiel: jeder von uns kennt Menschen hohen Alters, die starke Raucher sind und trotzdem keinen Lungenkrebs haben. Genauso kennen wir Nichtraucher, die früh an Krebs sterben.) Die Zahl der Gründe, die es Ärzten sehr schwer machen, bei langsam wirkenden Giften die richtige Diagnose zu stellen, ist enorm hoch. Trotzdem ist es möglich; dafür den Ärzten und Wissenschaftlern herzlichen Dank!

Es liegen inzwischen gesicherte Erkennt-nisse und auch Versuchsverfahren vor, so dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bestimmte Krankheitsbilder in bestimmten Situationen dem Elektrosmog zugeschrieben werden können.

Genaueres finden Sie in vielen wissen-schaftlichen internationalen Studien und Dank der Ärztin, Frau Dr. Waldmann-Selsam, die inzwischen ca. 1000 konkrete Krankheits-fälle mit komplexen Symptombildern untersucht hat. Ca. 30 Fälle, in denen sie den hochfrequenten Elektrosmog als Ursache feststellt, hat sie in einer Druckschrift veröffentlicht und den alten Begriff Mikrowellensyndrom wieder eingeführt.

Damit ist allerdings nicht das Küchengerät "Mikrowelle" und seine thermischen Effekte gemeint, sondern es geht hier um a-thermische Wirkungen, die bei Energiemengen pro Zeiteinheit auftreten, die bis zu 10 Millionen mal kleiner sind als der zugelassene thermische Grenzwert von 4,5 bzw. 9 W/m² (festgelegt in der 26. BImSchV).
Es mag zynisch klingen, aber in unserer Gesellschaft haben wir weitgehenden Konsens darüber, welchem Lebensfeld bzw. welcher technischen Errungenschaft wir wieviele Tote pro Jahr als normales Lebensrisiko zubilligen. Konkret:

Straßenverkehr fordert ca. 5000 Tote pro Jahr, aber trotzdem verbieten wir ihn nicht. Allerdings gibt es Konsens, dass vielfältigste Anstrengungen unternommen werden in unserer Gesellschaft, um die Anzahl der Toten und Verletzten zu reduzieren.
Rauchen fordert ca. 50.000 Tote pro Jahr. Hier ist der Massnahmenkatalog umstrittener und mancher Raucher stört sich gar nicht daran.Und der Staat jammert, wenn die Einnahmen aus der Tabaksteuer sinken.

Dass man bisher nicht versucht, den hochfrequenten Elektrosmog in ähnlicher Form unter Kontrolle zu bringen, liegt an der menschlichen Eigenschaft: Gefahren, die man nicht direkt wahrnehmen kann als gering einzuschätzen. Es gibt keinen menschlichen Sinn für Elektrosmog und Toten sieht man leider nicht an, dass sie dem Mikrowellensyndrom zum Opfer gefallen sind.

Wenn es keine Mechanismen gäbe, die Risikohöhen und -klassen abschätzen lassen, so könnte man verstehen, dass unsere Entscheider im öffentlichen Dienst immer wieder zur Auffassung gelangen, dass Elektrosmog nur ein ganz normales Lebensrisiko sei, dass noch weit hinter dem Straßenverkehr rangiert. Die Konsequenz aus dieser Denke erleben wir seit mehr als 10 Jahren: Abwiegeln, so tun als ob man die Angelegenheit ernst nimmt, aber in Wirklichkeit Nichtstun. Diese Risikowahrnehmung spiegelt sich in vielen Studien und Empfehlungen, die von der Wissenschaft an die Politik gegeben wurde.

Ein Kriterienvergleich der beiden Risiken zeigt jedoch gravierende Unterschiede, welche verantwortungsbewußte Entscheider sofort sehr hellhörig machen müßte, wenn da nicht eine starke Lobby der Mobilfunkunternehmen weltweit diesen Fakt vernebeln würde:

• völlig unüberschaubare, sehr stark divergierende Beweislage
• sehr komplexe Schadensbilder
• kaum beweisbare unmittelbare Ursachen-Wirkungszusammenhänge,
• Subjektiver und objektiver Wissensstand divergieren stark, nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei den Entscheidern.
• Oft sind die Auswirkungen dieser Risiken noch unbekannt, oder es gibt bestenfalls einen begründeten Verdacht hinsichtlich ihrer schädlichen Wirkung.
• Liegt jedoch zwischen dem auslösenden Ereignis und dem Schadenseintritt eine hinreichend große Zeitspanne (Verzögerungswirkung), dann wird die Problematik eines solchen Risikos den Entscheidungsträgern oft nicht bewußt bzw. leicht verdrängt oder sogar anderen Umständen "in die Schuhe geschoben". Solche Risiken sind inakzeptabel, werden aber häufig politisch und sozial nicht als solche wahrgenommen oder in Kauf genommen.
Das ist der Risiko-Unterschied zum Straßenverkehr!

LIMES wartet auf den mutigen Politiker oder weitsichtigen Beamten, der endlich sagt, dass auf Grund dieser Kriterienliste das Risiko des heutigen Mobilfunks & Co völlig unbekannt und deshalb nicht hinnehmbar ist. Die gesamte Analyse können Sie hier lesen.
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